Hünengrab

1819 wird in einem Kaufvertrag der Name Heidenberg genannt. Vom Kreiskonservator Walter Götze wird das Hünengrab 1913 untersucht. Die Ausgrabungen des ca. 5000 Jahre alten Großsteingrabes gingen sehr langsam voran.

Die Größe des Grabes ( 6,80m Länge ) deutet darauf hin, dass es sich um eine Grabstätte eines hervorragenden Häuptlingsgeschlechtes handelt. Die fehlenden Steine wurden zum Fundamentieren einer Scheune benutzt.

Im Inneren der Kammer befanden sich die Reste von 11 Leichen, deren Lage man zum größten Teil noch feststellen konnte. Die Toten lagen in Hockstellung auf der rechten Körperhälfte mit dem Gesicht nach Westen und den Füßen nach Osten gewandt. Sie waren in zwei Reihen angeordnet, eine Reihe lag mit dem Rücken an der nördlichen, die andere Reihe mit dem Gesicht an der südlichen Tragsteinwand. Drei Skelette lagen in anderer Richtung. An der nördlichen Wand befand sich eine Doppelbestattung, bei der die beiden Leichen übereinander beigesetzt wurden. Das untere Skelett gehörte einer erwachsenen Person, das obere einem Kind. Eine große Anzahl von Beigaben wurden gefunden.

Nördlich vom Zentralgrab befanden sich weitere elf Bestattungen.

1912 wurde auf dem Mühlenberg ( zwischen Schortewitz und Görzig ) ein Steingrab geborgen, das seit 2001 auf dem Schlossgelände in Köthen seinen Platz gefunden hat.